Die Quartalsarbeiten der 9. Klasse

Mehrere Monate Vorbereitung, 30 Seiten schriftliche Arbeit, ein praktischer Teil für ein Thema, das die Schüler*innen persönlich bewegt. Die Jugendlichen der 9. Klasse haben die Ergebnisse ihrer Quartalsarbeiten am Dienstag, 31.03.2026, im Grossen Saal der Rudolf Steiner Schule Kreuzlingen vor grossem Publikum präsentiert.

Das Publikum füllte den Saal, zusätzliche Stühle mussten aufgestellt werden. Gemäss der Tradition waren die Präsentationstische der sieben Neuntklässler*innen am Rand im Kreis aufgebaut und die Zuschauerplätze richteten sich im Zentrum jeweils neu aus, um die oder den Vortragende*n gut sehen zu können. Dorothee Berger, engagierte Oberstufenlehrerin und Schulleiterin, eröffnete den Abend und begrüsste die Zuschauer*innen herzlich. Sie erzählte, wie die Schüler*innen sich jeweils mit einem Thema verbunden haben, das sie persönlich begeistert. Die Präsentationen wurden von Hand vorbereitet, Bilder gedruckt und geklebt, Plakate gestaltet, Karteikarten geschrieben. „Wir verwenden bewusst kein PowerPoint, weil die Schülerinnen und Schüler so in einen ganzheitlichen Prozess des Tuns kommen“, erklärte Dorothee Berger. „Sie schaffen einen anderen Bezug zu ihrer Arbeit und gehen nochmal alles sehr intensiv und bewusst durch.“

Eine Reise durch sieben Themen

Die Zuschauer*innen wurden mit auf eine Reise genommen und durften allerlei neue Dinge erfahren. Sie hörten von verschiedenen Pferdesportarten und der Kunst, auf das Tier einzugehen. Zwei verschiedene Sättel und ein von der Schülerin selbst angefertigter Ledergürtel konnten bestaunt werden. Der nächste Vortrag stellte die Hunde in den Mittelpunkt und das Publikum erfuhr, dass trotz vieler Hunderassen mit Jagd-, Hüte- oder Therapieauftrag der Mischling mit Abstand der Lieblingshund und Strassenhunde ein verbreitetes Problem seien. Es durfte eine selbstgenähte Jeans des nächsten Vortragenden bewundert werden und die Entstehung der weltweiten Lieblingshose. 

Bei der darauffolgenden Schülerin ging es um die Geschichte des Geldes, um aktuelle Themen wie Bargeldabschaffung und den langwierigen Prozess, eine Geldmünze selbst zu giessen. Fotografie stand bei der nächsten Schülerin im Zentrum. Die Gäste erfuhren, wie die Fotografie entstanden war, wie das Licht in der Spiegelreflexkamera zur Fotografie führt und dass die KI täuschend echte Fotos erstellen kann. Die nächste Vortragende schnitt vor den Augen des Publikums eine Schreibfeder, die dann später direkt ins Tintenfass getunkt und ausprobiert werden konnte. 

Voller Selbstbewusstsein

Das Thema Mode bildete den krönenden Abschluss. Die Schülerin führte das Publikum durch die Geschichte der Bekleidung, deckte Fakten der „Fast Fashion“ auf und trug die Bedeutsamkeit des Upcycling vor. „Würde man alle Kleidung verwenden, die es zum aktuellen Zeitpunkt gibt, könnte man fünf Generationen aller Menschen einkleiden“, erstaunte die Schülerin die aufmerksamen Zuhörer*innen. Als praktischen Teil der Quartalsarbeit wurden selbst umgenähte Kleidungsstücke vorgestellt, die nach dem Vorbild des „Rework-Teams Schweiz“ ausrangierten Einzelstücken wieder eine neue Form und Bedeutung verliehen hatten. 

Beeindruckt gingen die Gäste in der Pause und auch zum Schluss von Tisch zu Tisch, bestaunten die schön gebundenen schriftlichen Arbeiten, die teilweise sogar von Hand geschrieben worden waren. Zu sehen, wie diese jungen Menschen über sich hinauswachsen und voller Selbstbewusstsein klar und deutlich vortragen und das Erarbeitete mit leuchtenden Augen darstellen, ist jedes Jahr aufs Neue eine wahre Freude.

Text und Fotos: Juliane Dürr (Schulleitung, Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit)

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